Einsatzflottille 1 Einsatzflottille 2 Schlachtschiffe Zerstörer
ZEITTAFEL DEUTSCHE MARINEN
1848-1871
1848
Deutsch-dänischer Krieg um Schleswig-Holstein
13.April
Beschluß über die Flaggenfarben Schwarz-Rot-Gold
18.Mai
Deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche eröffnet
14.Juni
Beschluß über die Gründung einer Reichsmarine bzw. der deutschen Flotte.
15.Oktober
drei Dampfkorvetten und eine Segelfregatte unter der schwarz-rot-goldenen Flagge (mit einem Doppeladler in der linken oberen Ecke) werden in Dienst gestellt.
1849
5.April
Bromme wird Oberbefehlshaber der Flotte.
Das dänische Linienschiff CHRISTIAN VIII. explodiert vor Eckernförde
die Fregatte GEPION geht als ECKERNFÖRDE in deutschen Besitz über
4.Juni
Seegefecht bei Helgoland zwischen einem dänischen Blockadegeschwader
der Radfregatte BARBAROSSA und den Radkorvetten
HAMBURG und LÜBECK
1850
Zusammenbruch der Zentralgewalt, Österreich übernimmt die Führung im
Deutschen Bund.
Wilhelm Bauer erfindet den »Brandtaucher«
1852 - 1853
Veräußerung der Reichsflotte
1853
31.März
Offizielle Auflösung der Reichsflotte
1856
7.August
Die preußische Radkorvette DANZIG im Gefecht mit marokkanischen Seeräubern
vor Kap Tres Forcas
1860
Der Oberbefehlshaber der preußischen Marine,
Admiral Schröder, nimmt nach einem Zerwürfnis mit
Prinz Adalbert von Preußen seinen Abschied.
1859 - 1862
Preußische Ostasienexpedition
1864
Deutsch-dänischer Krieg
17.März
Gefecht vorJasmund zwischen einem dänischen Blockadegeschwader und
preußischen Kriegsschiffen
9.Mai
Gefecht vor Helgoland zwischen einem österreichischen Geschwader und
einem dänischen Blockadegeschwader
1866
Deutsch-österreichischer Krieg
1866 - 1867
Gründung des Norddeutschen Bundes unter Führung Preußens
1867
Flottengründungsplan der Marine des Norddeutschen Bundes
1870 - 1871
Deutsch-französischer Krieg
1871
18.Januar
Proklamation des Deutschen Kaiserreichs in Versailles
Die Kaiserliche Marine
1864-1914
1864
17.März
Gefecht bei Jasmund gegen dänische Flotte
16.Mai
Seegefecht bei Helgoland/Kommodore Tegetthoff
1866
20.Juli
Seegefecht bei Lissa
01.November
Eröffnung der Marineschule in Kiel.
1869
17.Juni
Einweihung des Jadehafens/"Wilhelmshaven"
1870
01.Juni
Unter
dem Befehl des Admirals Prinz Adalbert lief der erste deutsche
Panzerschiffsverband, bestehend aus König Wilhelm, Kronprinz, Friedrich Carl und
Prinz Adalbert zu Übungen in dem Nordatlantik aus.
1871
20.April
„Kaiserliche Marine“ als Gesetz verabschiedet
General von Stosch übernimmt die Leitung der Marine.
1872
Gründung der Kaiserlichen Marine
Gesetzliche Gleichstellung von Heer und Marine
Mai
Generalleutnant Leo v. Caprivi. General/Admiral v. Stosch legte einen (ersten) Flottengründungsplan mit den Aufgaben der Marine und den dafür erforderlichen Mitteln vor.
1873
Flottengründungsplan
Kommodore Werner greift in die spanischen Revolutionswirren ein und
bringt drei Schiffe der aufständischen Demokraten auf.
1878
Die Panzerfregatte GROSSER KURFÜRST sinkt mit 269 Mann im Mittelmeer.
1883
Stosch nimmt nach Querelen mit Reichskanzler Bismarck seinen Abschied.
General von Caprivi wird sein Nachfolger und richtet die Marinerüstung
nach den Thesen der »jeune ecole« aus.
1885
Bismarck forciert die Kolonialpolitik.
Vorschrift für den Handelskrieg
1887
Grundsteinlegung des Nord-Ostsee-Kanals
1888
Dreikaiserjahr: Auf Wilhelm I. und Friedrich III. folgt dessen Sohn Wilhelm II.
auf den Thron.
Von Caprivi quittiert seinen Dienst als Chef der Admiralität.
Beginn des »Flottenzeitalters« unter Wilhelm II.
Graf von Monts, Freiherr von der Goltz und Admiral Knorr lösen sich als Chefs
der Admiralität ab.
1890
Alfred T. Mahans »The Influence of Seapower upon History« erscheint.
1892
Kapitän z.S. Tirpitz wird Chef des Stabes des Oberkommandos der Marine.
1894
»Dienstschrift IX«
1895
Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Kanals, heute Nord-Ostsee-Kanal
1897
31.März
Ernennung Tirpitz' zum Staatssekretär des Reichsmarineamtes
1898
10.April
Erstes Flottengesetz
Gründung des Deutschen Flottenvereins
1900
25.Januar
Zweites Tirpitzsches Flottengesetz wird veröffentlicht.
12.Juni
Zweites Tirpitzsches Flottengesetz wird verabschiedet.
1905
11.Mai
»Dreadnoughtsprung«: Beginn des Flottenwettrüstens
1906
Erste Flottennovelle
14.Dezember
Im Kaiserlichen Kriegshafen Kiel wird das erste deutsche U-Boot U 1 in Dienst gestellt.
1907-1910
Bau der Marineschule Mürwik
1908
Zweite Flottennovelle
1910
21.November
Offizielle Einweihung der Marineschule Mürwik
1911
Deutsches Kanonenboot PANTHER vor Agadir (»Panthersprung«)
1912
Letzte Flottennovelle vor dem Krieg
1913
Stützpunkt Warnemünde : Auf Vorschlag Flottenadmiral Tirpitz unterschreibt
Kaiser Wilhelm II. das Dekret über den Aufbau einer Fliegereinheit der Marine
auf dem Gelände "Hohe Düne" in Warnemünde.
Die Kaiserliche Marine im Ersten Weltkrieg
1914
28.Juni
Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers durch
großserbische Nationalisten löst den Ersten Weltkrieg aus.
28.Juli
Österreich erklärt Serbien den Krieg.
30.Juli
"Befehl für den Nordseekriegsschauplatz"
1.August
Das Deutsche Reich erklärt Rußland den Krieg.
3.August
Das Deutsche Reich erklärt Frankreich den Krieg.
4.August
Großbritannien erklärt dem Deutschen Reich den Krieg.
Schlachtkreuzer GOEBEN und Kleiner Kreuzer BRESLAU beschießen Häfen an
der algerischen Küste.
28.August
Erstes Gefecht bei Helgoland
seit Kriegsbeginn
Panzerkreuzer SCHARNHORST und GNEISENAU operieren im Pazifik.
10.August
GOEBEN und BRESLAU werden offiziell der türkischen Regierung übergeben.
28.August
Kleine Kreuzer CÖLN, ARIADNE und MAINZ werden von einem
britischen Schlachtkreuzergeschwader versenkt.
22.September
U 9 und U 21 erringen die ersten Versenkungserfolge der Brit. Schiffe „Aboukir“, “Cressy“, „Hodge“.
8.Oktober
Forderung nach uneingeschränktem U-Boot-Krieg
1.November
Seegefecht bei Coronel zwischen dem deutschen Kreuzergeschwader und
einem britischen Flottenverband
9.November
Hilfskreuzer „Emden“ wird durch australischen Kreuzer „Sydney“ versenkt.
8.Dezember
Gefecht bei den Falkland-Inseln zwischen dem deutschen Kreuzergeschwader und
britischen Schlachtkreuzern
1915
24.Januar
Seegefecht an der Doggerbank zwischen deutschen Aufklärungskräften und britischen
Schlachtkreuzern
4.Februar
Deutsche Kriegsgebietserklärung vefügt die Bekämpfung aller britischen Schiffe.
7.Mai
U 20 versenkt den britischen Passagierdampfer LUSITANIA.
1916
16.März
Entlassung von Großadmiral von Tirpitz; von Capelle wird sein Nachfolger.
24.März
Versenkung des französischen Passagierschiffes SUSSEX; verschärfter U-Boot-Krieg
31.Mai / 1. Juni
Skagerrak-Schlacht zwischen der Hochseeflotte und der Grand Fleet mit unentschiedenem Ausgang. Materielle Niederlage, doch strategischer Sieg für Briten.
1917/18
August
Flottenunruhen
Kieler Matrosenaufstand
1917
1.Februar
Beginn des uneingeschränkten U-Boot-Krieges
6.April
Kriegserklärung der USA an das Deutsche Reich
September
Hinrichtung von Köbis und Reichpietsch
17.November
Zweite Schlacht in der Helgoländer Bucht
12.Dezember
Erste »joint Operation« von Armee und Marine zur Besetzung der
Baltischen Inseln (Ösel-Unternehmen)
1918
4.September
Deutsches U-Boot versenkt in der Irischen See den Dampfer „Leviathan“
5.November
Soldatenrat unter dem Vorsitz von Oberheizer Artelt in Wilhelmshaven
01 –07.November
Unruhen und Gehorsamsverweigerungen auf deutschen Kriegsschiffen
verhindern »Todesfahrt« der Flotte.
9.November
Abdankung des Kaisers, Revolution in Berlin, Scheidemann ruft die Republik aus.
11.November
Waffenstillstand von Compiègne
12.November
Gründung der Marine-Offizier-Hilfe (MOH)
Die Marine der Weimarer Republik 1919-1932
1919-1920
Vizeadmiral von Trotha Chef der Admiralität
Marinebrigaden Ehrhardt und Loewenfeld liefern sich Straßenschlachten mit
Kommunisten.
1919
28.März
Benennung „Vorläufige Reichsmarine“
16.April
Bildung der »Vorläufigen Reichsmarine«
21.Juni
Selbstversenkung der deutschen Flotte in Scapa Flow
28.Juni
Deutschland unterzeichnet den Waffenstillstandsvertrag.
"Friedensvertrag von Versailles"
1920
13.-17.März
Kapp-Lüttwitz-Putsch mit Teilnahme von Trothas
Konteradmiral Michaelis wird nach dem Scheitern des Putsches
Interimsnachfolger von Trothas.
1921
Oktober
Admiral Behncke löst Konteradmiral Michaelis als Chef der Marineleitung ab.
12.November 1921- 6.Februar 1922
Washingtoner Seeabrüstungskonferenz
1.Januar 1922
Einführung der neuen Flagge: Schwarz-Weiß-Rot mit Eisernem Kreuz und schwarz-
rot-goldener Gösch
1924
Admiral Zenker Chef der Marineleitung
1928
27.März
Mehrheit des Reichstages stimmt für den Bau des Panzerkreuzers A.
Lohmann-Affäre
Entlassung von Admiral Zenker
1928
1.Oktober
Dienstantritt Admiral Raeders als Chef der Marineleitung
1930
22.April
Londoner Flottenabkommen
19.Mai
Stapellauf von PANZERKREUZER A (DEUTSCHLAND)
1932
15.November
»Umbauplan«
26.Juli
Untergang des Segelschulschiffes NIOBE bei Fehmarn
1933
30.Januar
Nationalsozialistische Machtergreifung.
Hitler wird Reichskanzler.
1935
Schlug
die Geburtsstunde der heutigen Gebäude der Marineschule. An der Geeste, auf dem
Gelände der ehemaligen Tecklenborg-Werft, entstand die Kasernenanlage
Wesermünde. Hier nahm im Oktober 1935 die 2. Marineunteroffizier-Lehrabteilung
mit theoretischem Unterricht, Infanteriedienst, Sport und Seemanschaft ihre
allgemeinmilitärische Ausbildung von Unteroffizier- und Feldwebelanwärtern auf.
16.März
Gesetz zum Aufbau der Wehrmacht
Verkündigung der "Wehrhoheit"/ allgemeinen Wehrpflicht
21.Mai
das neue Wehrgesetz
1.Juni
Umbenennung von Reichsmarine in Kriegsmarine
Raeder wird Oberbefehlshaber der Kriegsmarine.
Einführung der Hakenkreuzflagge auf deutschen Schiffen
18.Juni
Deutsch-britisches Flottenabkommen
1936
Planung und Bau der Kasernenanlage "Ruhleben"
Spanischer Bürgerkrieg: Deutsche Kriegsschiffe laufen spanische Häfen an.
Systematischer Aufbau der Kriegsmarine
1937
29.Mai
DEUTSCHLAND wird vor Ibiza bombardiert.
31. Mai
ADMIRAL SCHEER beschießt den Hafen von Almeria.
1938
31.März
Übergabe der Kasernenanlage "Ruhleben" an die Marine
( Marine- Unteroffizier-Lehr-Abteilung III MLA)
1.November
Raeder trägt Hitler künftiges Schiffbauprogramm vor.
8.November
"Reichspogromnacht"
1939
17.Januar
Vorlage des »Z-Plans«
27.Januar
Hitlers Zusage über Priorität des Schiffbaus "Z-Plan"
28.April
Kündigung des deutsch-britischen Flottenabkommens
Die Kriegsmarine und der
Zweite Weltkrieg 1939-1945
1939
31.August
Weisung Nr. 1 für die Kriegführung: »Die Kriegsmarine führt Handelskrieg
mit Schwerpunkt gegen England«.
1.September
Ausbruch des Zweiten Weltkrieges:
Das Linienschiff SCHLESWIG-HOLSTEIN eröffnet um 4.45 Uhr
das Feuer auf die Westerplatte bei Danzig.
Mit Beginn des Krieges operieren die Panzerschiffe DEUTSCHLAND und
"ADMIRAL GRAF SPEE" im Atlantik und im Indischen Ozean.
3.September
Großbritannien und Frankreich erklären dem Deutschen Reich den Krieg.
U 30 versenkt den britischen Passagierdampfer ATHENIA
September 1939-Juni 1940
Erste Phase der »Schlacht im Atlantik«
19.September
U 29 versenkt den Flugzeugträger COURAGEOUS.
Herbst
Verminung der britischen Ost- und Westküste
01.Oktober
Die nach Standartbauplänen erstellte Kasernenanlage Glückburg - Meierwik wurde an den ersten Nutzer übergeben.
14.Oktober
Kapitänleutnant Prien versenkt mit U 47 das Schlachtschiff ROYAL OAK in
Scapa Flow.
13.Dezember
Gefecht von ADMIRAL GRAF SPEE mit den britischen Kreuzern EXETER,
AJAX und ACHILLES vor der La-Plata-Mündung.
17.Dezember
Selbstversenkung der "ADMIRAL GRAF SPEE" auf dem Rio de la Plata.
1940
9.April
»Weserübung«: Besetzung von Dänemark und Norwegen; die Kriegsmarine
verliert u.a. den Schweren Kreuzer BLÜCHER und zehn Zerstörer.
Juni 1940-März 1941
Zweite Phase der »Schlacht im Atlantik«
4.Juni
Operation »Juno«: deutsche Kriegsschiffe gegen alliierte Kräfte während
der Evakuierung ihrer Truppen aus dem Norden
Sommer
Planung von »Seelöwe«: Die Invasion Großbritanniens wird von Hitler am
17. September verschoben
01.August
Indienststellung „PRINZ EUGEN“
5. November
Deutsches Panzerschiff „Admiral Scheer“ versenkt bewaffneten britischen Handelskreuzer „Jervis Bay“
1941
22.Januar
Operation »Berlin«: SCHARNHORST und GNEISENAU laufen zum Handelskrieg
in den Atlantik aus.
25.Februar
Indienststellung „Tirpitz“
bis Frühjahr
ADMIRAL HIPPER und ADMIRAL SCHEER operieren unterschiedlich
erfolgreich im Atlantik und Indischen Ozean gegen britische Zufuhren.
April-Dezember
Dritte Phase der »Schlacht im Atlantik«
8.Mai
Britischer Zerstörer „Bulldog“ bringt U 110 samt Signalbuch mit ENIGMA Codes auf.
19.Mai
»Rheinübung«: Schlachtschiff BISMARCK und Schwerer Kreuzer PRINZ EUGEN
laufen zur Geleitzugbekämpfung in den Atlantik aus.
24.Mai
BISMARCK versenkt den Schlachtkreuzer HOOD.
27.Mai
BISMARCK wird manövrierunfähig geschossen und versenkt sich selbst.
07.Dezember
Kriegsbeteiligung der USA
11.Dezember
deutsche Kriegserklärung an die USA
1942
Januar-Juli
Vierte Phase der »Schlacht im Atlantik«
12.Januar
Operation »Paukenschlag«: deutsche U-Boote gegen die US-Ostküste
11. / 12.Februar
Operation »Cerberus«: Kanaldurchbruch schwerer deutscher Überwassereinheiten
von Brest zu deutschen Nordseehäfen
1.-6.Juli
Operation »Rösselsprung«: zwei deutsche Kampfgruppen bekämpfen den alliierten
Geleitzug »PQ 17«.
16.-30.August
Operation »Wunderland«: eine deutsche Kampfgruppe beschießt russische
Nordmeerhäfen.
Fünfte Phase der »Schlacht im Atlantik«
Sommer
Planungen der Seekriegsleitung für eine deutsch-japanische Operation im
Mittelmeer und Indischen Ozean
12. September
U 156 versenkt den britischen Transporter „Laconia“ mit 3000 Menschen an Bord.
1942. 30./31.Dezember
Operation »Regenbogen«: u.a. der Schweren Kreuzer ADMIRAL HIPPER und
"LÜTZOW" gegen den alliierten Geleitzug »JW 5l«
1943
30.Januar
Großadmiral Dönitz wird Oberbefehlshaber der Kriegsmarine.
Großadmiral Erich Raeder geht in den Ruhestand.
15. – 19.März
Fahrt der Geleitzüge HX229 und SC 122 kennzeichnet den Höhepunkt der Schlacht im Atlantik.
Juni
»Flottenbauprogramm 43«
6.-9.September
Operation »Zitronella«: u.a. der Schlachtschiffe SCHARNHORST und TIRPITZ
gegen alliierte Basen auf Spitzbergen
26.Dezember
Operation »Ostfront«: gegen alliierten Geleitzug JW 55 B im Nordmeer:
"SCHARNHORST" wird vernichtet.
1944
20.Juli
Beteiligung von Admiral Canaris, Korvettenkapitän Kranzfelder und
Marine-Oberstabsrichter Bertold Schenk Graf von Stauffenberg am Attentat
auf Hitler.
1944/45 Herbst/Winter
Flüchtlingstransporte über die Ostsee
1944
12.November
Vernichtung der TIRPITZ bei Tromsö
1945
30.Januar
Torpedierung des Flüchtlingsschiffes WILHELM GUSTLOFF
01.April
Verlegung der Seekriegsleitung von Sengwarden in die Kasernenanlage "Ruhleben"
03.April
Kreuzer „Blücher“ wird in Kiel versenkt
06.April
Kreuzer „Leipzig“ wird torpediert.
16.April
Kreuzer „Lützow“ sinkt durch Bombentreffer.
30.April
Nach dem Tod Hitlers wird Großadmiral Dönitz Staatsoberhaupt.
07.Mai
Übergabe der Kasernenanlage "Ruhleben" an Maj. Milligan, 4. Panzerbrigade. Stabsquartier der britischen Streitkräfte
7./9.Mai
Bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht
01.-23.Mai
Regierung Dönitz mit Sitz in der Marineschule Mürwik
23.Mai
Verhaftung der Regierung Dönitz
DIE BUNDESMARINE
1945
05.Juni
Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen
seit Sommer
Minenräumdienst deutscher Boote und Besatzungen: Bildung der
»German Mine Sweeping Administration«
02.August
„Potsdamer Abkommen“
1946
Verurteilung der Großadmirale Raeder und Dönitz zu jeweils zehn Jahren Haft.
Das »Naval Historical Team« nimmt seine Arbeit auf.
1947
Auflösung der »German Mine Sweeping Administration«: Übergang in die »Labour
Service Unit«
1949
23.Mai
Verkündigung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
1950
Konferenz zum deutschen Verteidigungsbeitrag im Kloster Himmerod
1951
»Wagner-Denkschrift«
1952
27.Mai
Vertrag zur Einrichtung einer »Europäischen Verteidigungsgemeinschaft«
1954
Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft
1955
5.Mai
WEU-Vertrag tritt in Kraft.
9.Mai
Deutschland wird Mitglied der NATO.
12.November
Gründung der Bundeswehr
1956
2.Januar
Erste Marinesoldaten rücken in Wilhelmshaven Ebkeriege ein.
16.Februar
Aufstellung der Marine Lehrkompanie
02. Mai
Aufstellung des Kommandos der Flottenbasis
16. Mai
Aufstellung des 1. Schnellen Minensuchgeschwaders
23. Mai
Aufstellung des Kommandos der Seestreitkräfte
29. Mai
Aufstellung des Schnellboot Lehrgeschwaders
01. Juli
Aufstellung des Kommandos der Marineausbildung
07. Dezember
Kiellegung des ersten Nachkriegsbaus : Schnellboot JAGUAR
1957
16. Februar
Stapellauf des ersten Nachkriegs Minensuchbootes : Minensuchboot LINDAU
01. April
1. und 2. Minensuchgeschwader werden als erste Verbände der Bundeswehr der NATO unterstellt.
Aufstellung der 1. Marinefliegergruppe
Umzug der Marineunteroffizierschule nach Eckernförde
15. August
Indienststellung von UBoot HAI
21.September
Segelschulschiff „Pamir“ sinkt auf der Fahrt von Hamburg nach Buenos Aires.
16. November
Indienststellung des Schnellbootes JAGUAR
1956-1961
Vizeadmiral Ruge wird erster Inspekteur der Bundesmarine.
1958
16. Januar
Einberufung erster Wehrpflichtiger zur Marine
01.April
Damals wurde in Kiel-Holtenau - wo heute der Stab "Flottille der Marineflieger" und das Marinefliegergeschwader 5 zu Hause sind - die 2. Marinefliegergruppe aufgestellt.
17. Dezember
Segelschulschiff "GORCH FOCK" wird in Dienst gestellt.
1960
26. März
Stapellauf des ersten nach dem 2. Weltkrieg auf einer deutschen Werft gebauten Zerstörers, der HAMBURG
Räumung der Kasernenanlage Marineunteroffizierschule Plön durch die Briten.
27.September
600 Marinesoldaten rücken aus Eckernförde kommend in die Kasernenanlage "Ruhleben" ein
1961
verlegte das Kommando der Marine nach Glücksburg-Meierwik
15. April
Indienststellung des Geleitbootes KÖLN
21. Oktober
Stapellauf von U 1, dem ersten deutschen Nachkriegs UBoot Neubau
06. Dezember
Bildung des deutsch – dänischen NATO Kommandos Ostseezugänge ( BALTIC APPROACHES / BALTAP ) nach Auflösung der Kommandostelle „Befehlshaber der Seestreitkräfte Ostsee“ (BSO)
1961-1967
Vizeadmiral Zenker Inspekteur der Bundesmarine
1962
»Konzept und Aufbau der Marine«
17. Februar
Beginn des Hilfeinsatzes während der Flutkatastrophe in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig Holstein
1966
14.September
Untergang von U-HAI in der Nordsee am Ostrand der Doggerbank durch Wassereinbruch. 19 Tote Kameraden
1967-1971
Vizeadmiral Jeschonnek Inspekteur der Bundesmarine
1968
09. August
Eröffnung des Marinestützpunktes Wilhelmshaven 4. Einfahrt
1969
22. März
LÜTJENS als erster Lenkwaffenzerstörer der Marine in Dienst gestellt
Erstmals ein deutscher Zerstörer, HAMBURG, in der STANAVFORLANT
1971
15. Februar
Beginn der ersten Übung der Ständigen Einsatzgruppe Flotte (SEF)
1971-1975
Vizeadmiral Kühnle Inspekteur der Bundesmarine
1973
»Konzeption der Marine«
11. Mai
NATO bildet ständige multinationale Ärmelkanalflotte (STANAVFORCHAN) , erstes deutsches Boot ist das Minensuchboot WETZLAR
22. Oktober
Flugkörperschnellboot S 61 läuft als modernstes Waffensystem der Marine vom Stapel
1974
Inkrafttreten der 1972 beschlossenen neuen Spitzengliederung
1975-1980
Vizeadmiral Luther Inspekteur der Bundesmarine
1978
16. Mai
Beschaffung der Flugkörperschnellboote Klasse 143 A eingeleitet.
1979
Januar / Februar
Hilfseinsatz während der Schneekatastrophe in Norddeutschland
27. September
Stapellauf der ersten Fregatte der Klasse 122 der BREMEN
1980
Deutsche Schiffe operieren erstmals seit Kriegsende über die Linie Dover-Calais
und den 61. Grad nördlicher Breite hinaus.
1980-1985
Vizeadmiral Bethge Inspekteur der Bundesmarine
1982
Mai
Ständiger NATO Einsatzverband Ärmelkanal (STANAVFORCHAN) wird erstmals unter deutsches Kommando gestellt
02. Juli
MFG1 erhält die ersten Marinejagdbomber TORNADO
1984
10. April
Ständiger NATO Einsatzverband Atlantik (STANAVFORLANT) erhält erstmals deutschen Kommandeur
1985
Vizeadmiral Wellershoff Inspekteur der Bundesmarine
1986
»Maritime Conceptual Military Framework«
1986-1991
Admiral Wellershoff Generalinspekteur der Bundeswehr
Vizeadmiral Mann Inspekteur der Bundesmarine
1987
Deutsche Flottenkräfte im Rahmen der »Naval On Call Force Mediterranean« im
Mittelmeer, später STANAVFORMED genannt
1990
10.August
Golfkrieg: Entschluß der Bundesregierung zur Entsendung von
Minenabwehreinheiten in das östliche Mittelmeer.
03.Oktober
Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland
Übernahme von ehemaligen Angehörigen der NVA und 171 Schiffseinheiten – später außer Dienst gestellt
DIE VOLKSMARINE
1950
01.April
Gründung der DDR-Seestreitkräfte (Seepolizei)
15.Juni
Gründung der Hauptverwaltung Seepolizei (HVS)
1950-1955
Vizeadmiral Verner Generalinspekteur
1952
Umbenennung der Seepolizei in Volkspolizei See (VP-See)
1953
17.Juni
Volksaufstand
1955
14.Mai
Gründung des Warschauer Paktes
1955-1956
Vizeadmiral Felix Schemer Inspekteur der VP-See bzw. der Seestreitkräfte
1956
18.Januar
offizieller Aufbaubeginn der Seestreitkräfte der NVA
01.März
»Verwaltung Seestreitkräfte«
seit 1957
Gemeinsame Übungen mit der Polnischen und Baltischen Flotte
1957-1959
Vizeadmiral Verner Inspekteur der Seestreitkräfte
1959-1961
Konteradmiral Ehm Inspekteur der Seestreitkräfte bzw. der Volksmarine
1960
03.November
Umbenennung in 'Volksmarine'; die Geschichtsschreibung der VM-NVA selber (Volksmarine - ein Ehrenname, 1985) setzt mit Gründung der Seepolizei 15.06.1950 ein.
1961-1963
Konteradmiral Heinz Neukirchen Inspekteur der Volksmarine
1963-1987
Konteradmiral Dr. Ehm (seit 1964 Vizeadmiral, seit 1977 Admiral)
Inspekteur der Volksmarine
Schleichender Verfall der Nationalen Volksarmee
1964
01.April
Der erste Kommandeur (Korvettenkapitän Eggers), mit fünf Mann als Vorkommando, übernahm den Marinestützpunkt Olpenitz.
Mit diesem Tag begann die Geschichte des Marinestützpunktes Olpenitz.
1969
22.März
Indienststellung
der „Lütjens“
20.September
Indienststellung
der „Mölders“
1970
02.Mai
Indienststellung der „Rommel“
1987-1990
Vizeadmiral Hoffmann Inspekteur der Volksmarine
»Montagsdemonstrationen« in Leipzig
09.November
Öffnung der Grenzen zur Bundesrepublik Deutschland
1990
August
Verlegung eines Verbandes von zwei Fregatten, einem Zerstörer sowie zwei Versorgungsschiffen ins Mittelmeer
02.Oktober
Außerdienststellung aller Einheiten der Volksmarine
DIE DEUTSCHE MARINE SEIT 1990
1990-1994
Auflösung der Volksmarine, Reduzierung der deutschen Streitkräfte,
Umstrukturierungen
1991-1995
Vizeadmiral Weyher Inspekteur der Deutschen Marine
1991
»Zielvorstellung der Marine«
Beschluß in Rom über gemeinsame Übungen mit Seestreitkräften der ehemaligen
Sowjetunion, Süd- und Mitteleuropas
Januar
Entsendung eines deutschen Kampfverbandes ins Mittelmeer
Frühjahr
Minenabwehrverband Südflanke räumt nach dem Golfkrieg über 100 Seeminen vor der Kuwäitischen Küste im Persischen Golf
1992
30. November
Zur Grundsteinlegung der Marinetechnikschule hat zunächst ein Aufstellungsstab die infrastrukturellen Grundlagen für einen modernen Schulbetrieb geschaffen. Zum 01.07.1997 wurde dann der Schulbetrieb in der Lehrgruppe C aufgenommen.
1992 – 1996
Embargoeinsatz SHARP GUARD von Zerstörern, Fregatten und Seefernaufklärern in der Adria gegenüber Serbien und Montenegro
1994
Präzisierung der neuen Aufgaben deutscher Streitkräfte
»Partnership for Peace«
23. März
Rückverlegung des deutschen Heereskontigentes aus Somalia mit den Fregatten KARLSRUHE und KÖLN sowie den Versorgern SPESSART und NIENBURG
1995
05. Dezember
Verlegung des Stabes der Schnellbootflottille und zweier Schnellbootgeschwader nach Warnemünde
1995 – 1996
Im Rahmen von IFOR Überwachungsflügen von Seefernaufklärern BREGUET ATLANTIC über der Adria
1996
30. August
Beginn von jährlich wiederkehrenden Minenräumoperationen vor der Küste der baltischen Staaten OPEN SPIRIT und BALTIC SHIP
1997
01.Juli
Am wurde dann der Schulbetrieb in der Marinetechnikschule Lehrgruppe C aufgenommen.
15. Dezember
Verlegung des Marineamtes von Wilhelmshaven nach Rostock
1995-1998
Vizeadmiral Boehmer Inspekteur der Deutschen Marine
1999
23. September
Als erstes Minensuchboot der Klasse 343 wurde im Rahmen der Modernisierung der Flottille der Minenstreitkräfte die "KULMBACH" auf der Peenewerft zum Minenjagdboot Klasse 333 umgebaut.
Beteiligung am NATO Minenräümverband im Mittelmeer MCMFORMED
2001
05.Januar
Heute wurde der zweite EGV bei der Flensburger Schiffbau Gesellschaft (FSG) auf den Namen „FRANKFURT AM MAIN“ getauft und lief vom Stapel.
11.April
EGV "BERLIN" in Dienst gestellt.
2002
Januar
Beginn der Beteiligung an der Operation ACTIVE ENDEAVOUR mit einer Fregatte und einem Versorger im östlichen Mittelmeer und (01. Oktober )Schnellbooten in der Straße von Girbraltar (STROG)
02. Januar
Verlegen von Einheiten der Zerstörerflottille, Schnellbooten und Marinefliegern in den Indischen Ozean im Rahmen der Operation ENDURING FREEDOM, des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus
24.April
Die „BERLIN“ war mit 195 Soldaten an Bord unter Führung seines Kommandanten Fregattenkapitän Ingo U. (45) in Wilhelmshaven zum Einsatz am Horn von Afrika ausgelaufen.
13.Mai
Auf dem Segelschulschiff der Deutschen Marine „GORCH FOCK“ hat sich in
der Nacht von Sonntag auf Montag im Seegebiet südöstlich von Island ein schwerer
Unfall ereignet.
Ein 19jähriger Grundwehrdienstleistender stürzte bei Arbeiten in der Takelage
auf das Deck des Schiffes und erlitt dabei schwere Verletzungen.
2003
04.Februar
Heute lief der Zerstörer „MÖLDERS“ zu seiner letzten Fahrt vom Marinestützpunkt Kiel nach Wilhelmshaven aus. Nach über 30 Jahren hieß es um 08:00 Uhr endgültig zum letzten Mal "Leinen los".
01.März
Inspekteur der Marine Vizeadmiral Lutz Feldt
2004
04.September
Indienststellung der Fregatte Sachsen Optimiert zur Verbandsflugabwehr
2005
13.Januar
Beginn des Humanitären Hilfseinsatzes des EGV BERLIN in Südostasien nach der Tsunami Katastrophe
19. Oktober
Indienststellung von U31 und U 32, der ersten Brennstoffzellen UBoote
Quellen :
Buch Zeittafeln zur Militärgeschichte
Chronik des 20. Jahrhunderts
Marine Online
28.08.2011 18:59